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Wie können die Balearen der schwächelnden
deutschen Wirtschaft helfen?
Sind 10 über die Balearen verteilte Deutsch-mallorquinische
Informations- und Kommunikationszentren die Lösung ?
Den Balearen geht es schlecht, Deutschland noch schlechter.
Diesen Eindruck konnte man bei der obigen Vortragsveranstaltung
von Ex-Bundesminister Kurt Bodewig am 24. April in Palma gewinnen,
wenngleich die Wirtschaftsprobleme als überwindbar dargestellt
wurden.
Nun sind die Balearen und Deutschland als spezifische Wirtschaftspartner,
insbesondere in der Tourismusbranche, in gewisser Weise wechselseitig
aufeinander angewiesen.
Antworten zu der Fragestellung, wie nun die Balearen ihrerseits
die deutsche Wirtschaft, -im natürlichen eigenen Interesse
- , wieder etwas flotter werden lassen sind in dieser Runde
nur am Rande angeklungen. Ex-Bundesminister Kurt Bodewig hat
auf die deutsche Branche der Aufzugstechnik hingewiesen, welche
auf Mallorca einen gewissen Absatzmarkt und damit ein wirtschaftliches
Interesse hätte.
Schliesslich kann man auch daran denken der deutschen Tourismusindustrie
durch mehr Attraktivität der Balearen erhöhte Einnahmen
zukommen zu lassen.
Aber, ist dies alles nicht zu kurz gedacht, wenn damit auch
der deutschen Wirtschaft insgesamt geholfen werden soll ?
Worin kann für die deutsche Wirtschaft denn der Vorteil
der relativ grösseren Attraktivität eines bestimmten
Tourismusgebietes liegen, ist nicht ausschliesslich der Gesamtumfang
des Tourismusgeschäftes in Deutschland für die deutsche
Wirtschaft massgebend ?
Oder greift auch diese Überlegung zu kurz, weil massgebendes
Kriterium für die Lebensqualität nicht wirtschaftliche
Umsatz- oder Einkommensziffern sein können sondern die
persönliche Lebensqualität, welche sich zentral
über das Kriterium des Wohlfühlens definiert?
Obläge es dann den Mallorquinern zuvorderst die deutschen
Touristen und Residenten besonders gastfreundlich aufzunehmen
und den jüngeren deutschen Berufstätigen auf Mallorca
durch zielgerichtete Serviceangebote deren Berufstätigkeit
optimal zu erleichtern?
Aber führt letzteres nicht wiederum dazu dass die mallorquinische
Wirtschaft durch deutsche Konkurrenz in Schwierigkeiten gerät?
Hier sind in letzter Zeit schon Beschwerden der mallorquinischen
Bauwirtschaft sowie der mallorquinischen Busunternehmer laut
geworden.
Je tiefer man dringt, desto mehr Fragen tun sich auf und
die Möglichkeit durch einfache Rezepte Lösungen
zu propagieren geht verloren.
In diese Tiefen ist allerdings an die Vortragsveranstaltung
nicht vorgedrungen, wohlgemerkt auch nicht deren Zielsetzung.
Zurück zur Ausgangsfrage Was können die Balearen
tun, um die deutsche Wirtschaft zu fördern und damit
ihre eigene positiv zu beeinflussen?
Konzentrieren wir uns auf das Wesentliche:
1. Die Nachhaltigkeit des eigenen Tourismus abzusichern durch
geordnete Bebauung und Verbesserung der Infrastruktur.
2. Ein Klima der Gastfreundschaft zu schaffen oder aufrecht
zu erhalten.
3. Die wechselseitigen Wirtschaftsbeziehungen intensivieren.
Die Standortvorteile der geografischen Nähe zu Deutschland,
die günstige Wettersituation, die schöne Natur und,
mit Einschränkung, die gute kostengünstigen Flugverbindungen
bleiben Mallorca erhalten, einverstanden Herr Bodewig.
Ist dann vielleicht die Einrichtung von 10 über die
Balearen verteilte deutsch-mallorquinische Informations- und
Kommunikationszentren die beste Massnahme der wechselseitigen
Wirtschaftsförderung und der wechselseitig verbesserten
Lebensqualität?
Denken Sie einmal darüber nach, Herr Bodewig. Den wirtschaftlichen
Ansatz des Balearenbüros in Deutschland haben Sie ja
bereits als intelligentere Massnahme verglichen mit einer
alternativen Einrichtung eines Tourismusbüros, begrüsst.
Günter Menth
Rechtsanwalt / Abogado inscrito
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